Wasser ist ein zentrales Element in unserem Leben – tatsächlich ist es ein Lebenselixier, denn ohne Wasser gäbe es kein Leben auf unserem Planeten. Wasser hält uns am Leben, reinigt, ist wichtiger Bestandteil industrieller Produktion und wir Menschen bestehen sogar zu 65 – 75 % aus Wasser.

Eigentlich weiß auch jeder, dass Wasser ein endliches Gut ist, dennoch gehen sehr viele Menschen und auch die Industrie sehr sorglos mit Wasser um.

 

Ein paar wissenswerte Fakten

Schon mal von „virtuellem Wasser“ gehört? Virtuelles Wasser ist die gesamte Wassermenge, die bei der Herstellung eines Produkts in allen Herstellungsschritten benötigt wird.

2020 gab es in Deutschland ca. 67 Millionen zugelassene Fahrzeuge. Für die Herstellung eines Autos werden in der Regel um die 400.000 – 450.000 Liter Wasser benötigt, um hergestellt zu werden. Das entspricht pro Auto etwa 3.000 vollen Badewannen. Wenn eine Person alle 2 Tage badet, würde dies für etwa 16 Jahre reichen! Pro Auto!

Bei der Produktion des Kaffees, der in einer morgendlichen 125 ml-Tasse steckt, werden insgesamt ca. 140 Liter Wasser verbraucht. Wer hätte das gedacht? Die Fleischproduktion nimmt im Lebensmittelbereich einen Spitzenplatz ein: durchschnittlich 14.000 Liter Wasser werden pro Kilo Rindfleisch eingesetzt. Das sind quergerechnet ca. 93 Badewannen. Oder anders: Wenn ein Wassertropfen existieren würde, welcher die Produktionsmenge an Wasser für ein Kilo Fleisch repräsentieren würde, so wäre dieser beeindruckende 4,9 Meter hoch und 3,1 Meter breit, während ein durchschnittlicher Regentropfen nur ein bis zwei Millimeter misst.

Unsere Großeltern kamen durchschnittlich mit gerade mal 18 Litern Wasser pro Tag aus. Im Laufe der Jahrzehnte stieg der Pro-Kopf-Verbrauch immer weiter an. Heutzutage liegt er bei einem durchschnittlichen Deutschen bei schon ca. 150 Liter Wasser pro Tag! Tatsächlich müssen heutzutage aber viele Menschen auf der Erde mit nur 10 Litern oder sogar weniger täglich auskommen, was bei uns hier die Menge einer sehr kurzen und schnellen Morgendusche ist.

 

Hoher Wasserverbrauch durch defekte Installationen

Du denkst, ein tropfender Wasserhahn sei nicht so wichtig (außer dass er nervt ; ) und hat keine Dringlichkeit, repariert zu werden? Falsch! Ein stark tropfender Wasserhahn kann nämlich täglich bis zu 75 Liter verschwenden, was immerhin etwa acht großen Eimern voller Wasser entspricht. Tatort Toilette: eine defekte, dauerhaft rinnende Toilettenspülung kann bis zu 333.000 Liter Wasser im Monat „ins Klo spülen“! Damit könnte man über 13.000 Mal sparsam Duschen.

 

Wasser sparen

Nun gibt es glücklicherweise viele einfache Möglichkeiten und Verhaltensweisen, bewusst Wasser zu sparen. Während des Zähneputzens das Wasser abzustellen spart ca. 15 Liter, das entspricht dem ungefähren Trinkwasserbedarf eines Menschen für eine ganze Woche! Das Wasser während des Einseifens in der Dusche abzustellen spart ca 20 Liter Wasser, ungefähr die Hälfte des üblichen Dusch-Wasserverbrauchs.

Nochmal Klo: 12 Liter sauberes TRINKwasser wird bei einer einzelnen Spülung in die Kanalisation befördert. Das entspricht in einigen Ländern der Erde dem täglichen Wasserbedarf eines Menschen. Wasser aus Zisternen für die Klospülung, Sparspültaste – Möglichkeiten gibt es für das stille Örtchen zum Glück auch einige.

Das habt Ihr auch schon gehört, aber macht es Euch nochmals bewusst: Wer beim Händewaschen während des gründlichen Einseifens das Wasser abstellt, spart jedes Mal ca 3 – 4 Liter Wasser. Das entspricht schon wieder dem Trinkwasserbedarf von 2 Tagen. Solche Vergleiche helfen zu erkennen, wie wichtig bewusster Wassereinsatz ist.

Das sind nur wenige Beispiele, wie man Wasser sparen kann. Im Internet gibt es viele Tipps dazu – wer sucht, der findet!

 

Sauberes Wasser in ausreichender Menge ist Luxus

Die Mehrheit der Menschen auf der Erde leidet unter Wasserknappheit. Nicht nur fehlen ihnen die lebenswichtigen Wasserressourcen, das ihnen zur Verfügung stehende Wasser ist auch nicht 100 % sicher. Rund 1,8 Milliarden Menschen sind dazu gezwungen Wasser zu konsumieren, welches mit Fäkalien verschmutzt ist und in Regionen wie Südafrika legen Frauen und Kinder für‘s Wasserholen gemeinsam bis zu 11,3 Millionen Kilometer zurück. Das entricht der 32-fachen Strecke von der Erde zum Mond. Wir Komfort gewöhnten Menschen realisieren oft gar nicht, welchen Luxus immer vorhandenes und vor allem sauberes Wasser bedeutet.

 

Ständig fließendes, sauberes Wasser zu haben ist purer Luxus. Das vergisst man im Alltag leider schnell. Wasserressourcen sind endlich, das ist Fakt. Zurecht wird Wasser auch “das flüssige Gold” genannt. Wasser sparen ist smart. Am besten immer nach dem Motto: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

6- bis 10-mal Händewaschen am Tag ist normal. Manche tun es häufiger, manche (leider) weniger. Das häufigere und wichtige Händewaschen hat natürlich auch Auswirkungen auf den Gesamtwasserverbrauch. Abhängig vom bestehenden Wasserdruck und Öffnungsgrad des Hahns verbraucht ein etwa 20 – 30 Sekunden dauerndes Händewaschen schon mal satte 3 Liter wertvolles Trinkwasser oder sogar deutlich mehr, wenn man während des Einseifen der Hände  – unnötigerweise – das Wasser laufen lässt.

Wer das Wasser zwischendrin jedoch abstellt, kann den Verbrauch auf 0,5 bis 1 Liter senken. Das Wasser beim Einseifen abzustellen sollte also auf jeden Fall Gewohnheit sein oder werden. Jeder kann selbst ausrechnen, wie viele Liter pro Jahr sich durch diese simple Maßnahme einsparen lassen.

Aber es geht noch besser! LAVESE, unser auf mobile Handhygiene ausgelegtes „Waschbecken-2-go“ kommt bei einem Handwaschvorgang mit zwischenzeitlichem Abstellen des Wassers sogar mit nur 200 bis 250 ml Wasser aus, hat also einen ehr geringen Wasserverbrauch. Das liegt daran, dass der Wasserdruck, mit dem das Wasser aus dem Hahn des mobilen Wachbeckens kommt, geringer ist als im heimischen Badezimmer. Das ist aber völlig ausreichend um die Hände richtig sauber zu bekommen. Also: Saubere Hände bei geringer Nutzung der wichtigen Ressource Wasser – besser geht es kaum.

Dass das Waschbecken ohne Strom auskommt und dazu noch einen Auffangbehälter für das Schmutzwasser hat, macht es zusätzlich umweltschonend. Eine saubere Sache ; ) finden wir.

Seit beginn der Pandemie sind Händedesinfektionsmittel sehr gefragt und viele Menschen haben sicher eins dabei, wenn sie das Haus verlassen oder es liegt eins im Auto. Klar, unterwegs ist die Händedesinfektion ein probates Mittel, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Mit einem mobilen Waschbecken, das bequem im Auto platziert und auch benutzt werden kann, kommt aber nun auch das Händewaschen mit Seife ins Spiel. Grund genug, die beiden Möglichkeiten zu vergleichen.

Händedesinfektionsmittel wirkt gegen Bakterien und auch viele Viren. Aber es ist nicht nur aggressiv gegen Bakterien und Viren, es greift bei häufiger Nutzung auch den wichtigen Säureschutzmantel der Haut an, der ja eigentlich vor Erregern schützen soll. Das natürliche stabile “Ökosystem” Haut wird gefährdet. Raue und rissige Hände sind die Folge und Eindringlinge haben es nun sogar deutlich einfacher als vorher. Beim aktuellen Desinfektionshype wird das oft vergessen bzw. gar nicht erwähnt. Also: Händedesinfektion, ja klar! Aber bitte nicht übertreiben! 

Wie sieht es mit Handseife aus? Regelmäßiges und vor allem richtiges Händewaschen mit ph-neutraler Seife, 20 – 30 Sekunden lang, ist eine sehr gute und absolut wirksame, dazu noch hautfreundlichere Maßnahme, die effektiv vor schädlichen Bakterien und Viren schützt. Achtung, Wissensbooster: Viren, auch Coronaviren, sind von einer fettigen, ihr Erbgut enthaltenden Hülle umschlossen, der Lipidschicht. Diese wird durch die Seifenmoleküle der Handseife aufgebrochen, das Virus fällt in sich zusammen und wird ausgeschaltet, also deaktiviert. Dieser Prozess dauert aber etwa 20 Sekunden, daher ist das Einseifen für mindestens 20, besser sogar 30 Sekunden so wichtig. Das Virus kann sich danach nicht mehr vermehren, die Virenreste werden dann beim Abspülen einfach von der Haut gespült. Bakterien werden übrigens von der Seife nicht getötet. Wichtig ist aber, dass sie von der Haut gelöst und mit dem Wasser dann ebenfalls in den Abfluss gespült werden. Achtung: Mindestens genauso wichtig ist auch das Abtrocknen! In feuchten Händen vermehren sich Bakterien etwa 500-mal so schnell wie in trockenen. Gewusst?

Wirklich schmutzige Hände bekommst Du ohnehin nur mit Wasser und Seife sauber, mit Händedesinfektion wir der Schmutz nur verschmiert.

Also, bitte merken: Im Rahmen des Händewaschens ist Ph-neutrale Handseife also ein sehr guter und vor allem auch hautfreundlicherer Virenkiller, der zusätzlich auch Bakterien von der Haut löst! Händewaschen unterwegs ist mit unserem wirklich mobilen Waschbecken LAVESE nun kein Problem mehr. Und das tolle Gefühl von richtig sauberen Händen nach dem Händewaschen ist jetzt auch unterwegs möglich.

 

Hast Du schon mal von „Feuerkrebs“ gehört? Er gilt als eine oft stark unterschätzte Gefahr für die Einsatzkräfte.

Wir haben erst vor kurzer Zeit erfahren, dass es diese Art Krebserkrankung gibt, und da wir viele Feuerwehren als Kunden haben, ist dieses Thema ein wichtiges für uns. Beim sogenannten „Feuerwehrkrebs“ oder kurz “Feuerkrebs” handelt es sich um Erkrankungen, die etwa Lunge, Lymphdrüsen, Haut oder Genitalien befallen. Laut einer Studie erkranken Feuerwehrleute dreimal häufiger an Krebs als der Durchschnitt? Das liegt an den großen Risikofaktoren, denen sie in ihren Einsätzen ausgesetzt sind: Brandrauch, Abgase, Asbest und mehr.

Stichwort Kontaminationsverschleppung: Oft soll es schnell gehen und Zeit für gründliche Hygienemaßnahmen bleibt nicht. So kommt die Dekontamination nach den Einsätzen viel zu kurz. Eine kanadische Studie konnte nachweisen, dass krebserregende Gase und Partikel noch wochenlang in der Feuerwehrkleidung verbleiben, wenn diese nach einem Brandeinsatz nicht sofort gewaschen wird. Die Feuerwehrleute können deshalb die Giftstoffe über ihre Haut oder Lunge auch verzögert aufnehmen.

Es gibt seit 2020 eine DGUV-Verordnung, die besagt, dass sich Einsatzkräfte direkt nach einem Brandeinsatz noch am Einsatzort umziehen – am besten vor dem Abnehmen der Atemschutzmaske – und waschen müssen. Mittlerweile wird die Kleidung häufig direkt nach dem Einsatz in luftdicht verschließbare Säcke gepackt und inkl. dieser wasserlöslichen Säcke gewaschen. So kommen die Feuerwehrleute nach dem Einsatz nicht mehr in Kontakt mit den schädlichen Stoffen.

Kaum zu glauben, dass zwar verschiedene Studien zum Thema Feuerwehrkrebs ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebserkrankungen wie Leukämie oder schwarzen Hautkrebs bestätigen, Feuerkrebs aber noch keine anerkannte Berufskrankheit in Deutschland ist.

Trotz der die Gesundheit gefährdenden Umstands setzen sich Feuerwehrleute immer wieder dieser und anderen Gefahren aus, retten, löschen, bergen und schützen. Ein Hoch auf diese Helden des Alltags!

Ein paar Wochen, nachdem wir den MDR kontaktiert hatten, meldete sich Raik, der Redakteur des Erfolgsformats “Einfach genial”, bei uns. Man plane eine Sendung für den Themenbereich “Camping” und wolle unser Waschbecken-2-go gerne mit ins Programm nehmen. Klasse! Eine gute Möglichkeit, unseren azurblauen mobilen Nutzenbringer einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Am 17.5.21 war es dann soweit, nach etwas über 3 Stunden Fahrt kamen mein Kollege Marc und ich auf dem Campingplatz in Hohenmölsen in der Nähe von Leipzig an. Das Team von “Einfach genial” machte gerade nach vorhergehenden Aufnahmesessions eine kleine Drehpause und wir sollten dann schon die nächsten sein. Geplant war eigentlich, dass Marc und ich unser Waschbecken gemeinsam vor der Kamera vorstellen und Fragen der Moderatorin Henriette Fee-Grützner beantworten. Das war wohl nichts…. Redakteur Raik machte uns klar, dass die Aufnahmen und der spätere Schnitt mit 2 Interviewpartnern deutlich schwieriger wären und man lieber nur mit einer Person drehen wolle. Ich gab Marc den Vortritt – er wiederum sah mich im für den Moment richtigen und passenden Rede- und Präsentationsmodus und schob mich in die vordere Reihe. Na gut, dann sollte es so sein.

So ging es dann los. Man steht ja nicht so oft vor der Kamera, ein wenig nervös war ich schon und hoffte, dass ich nicht zu viel Blödsinn erzählen würde…. Nach ein paar Gewöhnungsmomenten war aber dann alles recht locker und natürlich mussten wir auch nicht den ganzen Beitrag in einem Stück drehen, was auch mal Fehler oder einen zweiten Versuch erlaubte. Alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht. Zum einen, weil es interessant war zu erleben, wie solch eine Sendung gedreht wird. Zum anderen aber auch, weil die sympathische Moderatorin Henriette Fee-Grützner, Camping-/Trekking-/Expeditions- und Reiseexperte Peter Kiefer, das Team von Kamera und Ton und nicht zuletzt auch Redakteur Raik Dahms wirklich nett und sehr locker waren.

So vergingen die knapp 2,5 Stunden Vorbereitungen und Dreh relativ schnell und es war nach ein paar abschließenden Unterhaltungen schon wieder Zeit für das nächste interessante Produkt und für unser Good-bye. Am kommenden Dienstag, 1.6.2021, um 19.50 Uhr ist es dann soweit für die nächste Ausgabe von “Einach genial” mit unserem mobilen Waschbecken-2-go als kleinem Teil der Sendung. Der Beitrag wird auch später in der Mediathek des MDR, aber auf dem YouTube-Kanal “Einfach genial”  zu sehen sein.