Hast Du schon mal von „Feuerkrebs“ gehört? Er gilt als eine oft stark unterschätzte Gefahr für die Einsatzkräfte.

Wir haben erst vor kurzer Zeit erfahren, dass es diese Art Krebserkrankung gibt, und da wir viele Feuerwehren als Kunden haben, ist dieses Thema ein wichtiges für uns. Beim sogenannten „Feuerwehrkrebs“ oder kurz „Feuerkrebs“ handelt es sich um Erkrankungen, die etwa Lunge, Lymphdrüsen, Haut oder Genitalien befallen. Laut einer Studie erkranken Feuerwehrleute dreimal häufiger an Krebs als der Durchschnitt? Das liegt an den großen Risikofaktoren, denen sie in ihren Einsätzen ausgesetzt sind: Brandrauch, Abgase, Asbest und mehr.

Stichwort Kontaminationsverschleppung: Oft soll es schnell gehen und Zeit für gründliche Hygienemaßnahmen bleibt nicht. So kommt die Dekontamination nach den Einsätzen viel zu kurz. Eine kanadische Studie konnte nachweisen, dass krebserregende Gase und Partikel noch wochenlang in der Feuerwehrkleidung verbleiben, wenn diese nach einem Brandeinsatz nicht sofort gewaschen wird. Die Feuerwehrleute können deshalb die Giftstoffe über ihre Haut oder Lunge auch verzögert aufnehmen.

Es gibt seit 2020 eine DGUV-Verordnung, die besagt, dass sich Einsatzkräfte direkt nach einem Brandeinsatz noch am Einsatzort umziehen – am besten vor dem Abnehmen der Atemschutzmaske – und waschen müssen. Mittlerweile wird die Kleidung häufig direkt nach dem Einsatz in luftdicht verschließbare Säcke gepackt und inkl. dieser wasserlöslichen Säcke gewaschen. So kommen die Feuerwehrleute nach dem Einsatz nicht mehr in Kontakt mit den schädlichen Stoffen.

Kaum zu glauben, dass zwar verschiedene Studien zum Thema Feuerwehrkrebs ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebserkrankungen wie Leukämie oder schwarzen Hautkrebs bestätigen, Feuerkrebs aber noch keine anerkannte Berufskrankheit in Deutschland ist.

Trotz der die Gesundheit gefährdenden Umstands setzen sich Feuerwehrleute immer wieder dieser und anderen Gefahren aus, retten, löschen, bergen und schützen. Ein Hoch auf diese Helden des Alltags!